Gravitation und Fliehkraft
Quasiwissenschaftliche Erläuterungen zum besseren Verständnis der auf Planeten einwirkenden Gravitations- und Fliehkräfte, exemplarisch dargestellt an der auf dem Planeten Erde ausgebildeten Flora und Fauna
oder: Warum es sich aufgrund der herrschenden Erdschwerkraft in einfacher und leicht faßbarer Weise nachvollziehen läßt, daß der Stamm der Pygmäen in direkter Linie von den Eskimos abstammt.
Jedem Schülern der Unterstufe wird geläufig sein, daß nur etwa 1/8 der Masse eines Eisberges aus dem Wasser ragt und sich somit die eigentliche Eismasse fast zu Gänze unter dem Wasserspiegel befindet. Während die Schulweisheit bei der Erklärung dieser offensichtlichen Tatsache an ihre Grenzen stößt und nur auf diffuse und wenig standfeste physikalische Grundgesetze zurückgreifen kann, die einer quasiwissenschaftlichen Pfrüfung in keiner Weise standhalten, ist es uns gelungen, dies nun in einfacher, nicht widerlegbarer Form zu begründen! Die Masse eines Eisberges befindet sich deshalb zu nahezu 7/8 unter Wasser, da sie von den in polaren Regionen herrschenden gewaltigen Schwerkräften zum Erdmittelpunkt - und damit unter die Wasserlinie - gezogen wird!
Diese weit über theoretische Mutmaßungen hinausgehende Tatsache läßt sich mit der sinnlosen Aneinanderreihung fast beliebiger Beispiele untermauern! In den Polarregionen der Erde wurde z.B. niemals ein Lebewesen entdeckt, das den langgestreckten Hals einer Giraffe gehabt hätte. Die Ausbildung eines langen Halses ist ausschließlich in jenen Regionen der Erde möglich, wo es die durch die Rotation des Planeten herrschenden Fliehkräfte zulassen und eine solche Entwicklung sogar begünstigen - und bekanntlich wirken diese Kräfte im Äquatorialbereich am effektivsten, da ja dort die Rotationsgeschwindigkeit am höchsten ist, wogegen sie sich der Höhe des Breitengrades proportional entgegengesetzt verlangsamt und an den Polen gänzlich zum Stillstand kommt.
Somit kann dem interessierten Leser bereits jetzt vor Augen geführt werden, daß es den polaren Ureinwohnern niemals möglich war, ein Körpermaß zu entwickeln, das jenem der in den Äquatorialregionen lebenden Stämmen der Massai oder Watussi gleichen würde, deren Knochengerüst traditionell und über Jahrtausende von der extrem hohen Fliehkraft in die Länge gezogen wurde. Auch die unterschiedlichste Vegetation in den verschiedensten Regionen des Planeten fügt sich harmonisch in das Bild der stetig wirkenden Schwer- und Fliehkräfte.
Es ist bekannt, daß sich die Bäume mit den längsten Stämmen allesamt um die Äquatorbereiche der Erde entwickelt haben, während der Baumbestand in den polaren Gebieten aufgrund der enormen Auswirkung der Schwerkraft eher dazu geneigt ist, Richtung Erdmittelpunkt zu wachsen (z.B. Flechten und Tundra-Gras) und daher im Laufe vieler Jahrtausende ein Wachstum ausgebildet hat, das auf der Oberfläche der Polkappen mit freiem Auge nicht mehr feststellbar ist. Während unserer langjährigen Forschungsstudien ist es uns gelungen, mikroskopisch kleine Urwälder sowohl in der Arktis als auch in der Antarktis zu lokalisieren. (Die von der NASA vor kurzem in der Antarktis gefundenen und irrtümlich für Lebensanzeichen vom Mars gehaltenen Mikrozellen sind in Wirklichkeit polare Dschungelpflanzen).
In der Folge haben wir - selbstverständlich unter strenger Kontrolle durch Tierschutzorganisationen und ähnlichen aktivistischen Gruppierungen, die die Wissenschaft stets be- und an bahnbrechenden Erfolgen gehindert haben - umfangreiche Testreihen mit Känguruhs durchgeführt, denen es trotz ihres ausgeprägten Sprungapparates unter den in polaren Bereichen herrschenden Schwerkraftverhältnissen nicht mehr möglich war, mit ihren Sprüngen eine Entfernung von mehr als fünfzehn Zentimetern zurückzulegen. Interessanterweise konnten wir zudem eher zufällig feststellen, daß diese Tiere den im ewigen Eis herrschenden klimatischen Bedingungen selbst kurzfristig nicht gewachsen scheinen und dort sehr rasch das Ende ihrer natürlichen Lebenserwartung erreichen.
Zur Untermauerung unserer bahnbrechenden Studien erwähnen wir noch das bombastische Wachstum der Rüssel und Ohren von Elefanten, die durch ungeheure Fliehkräfte in die Länge gezogen wurden. Jedermann weiß, daß afrikanische Elefanten näher am Äquator beheimatet sind als ihre indischen Artgenossen und daher verhältnismäßig größere Ohren haben als die weiter nördlich in Indien lebenden, wo die Fliehkraftwirkung schon nachläßt und daher den Wuchs nicht mehr so begünstigt.
Auch das Phänomen der langen Affenarme soll hier eingehender untersucht werden: Das überdimensionierte Wachstum dieser Extremitäten ergibt sich augenscheinlich aus den bei Affen angeborenen Klammerreflexen, die offensichtlich dabei helfen, von den Fliehkräften nicht aus den Baumkronen geweht zu werden. Wie es schon der Naturforscher Charles Drebin so treffend formuliert: Die Evolution befindet sich immer auf demWeg. Drebin war auch der erste Wissenschaftler, der die ursprüngliche Bedeutung des Wortes "extrem" anhand der extremen Extremitäten der Affen richtig erkannte.
Auffallend auch das Wachstum von Stoß- und Eckzähnen: Während sich beim Elefanten die Stoßzähne zwar zuerst dem Erdboden zuneigen, sich dann jedoch aufgrund permanent einwirkender Fliehkräfte wieder nach oben biegen, weisen die Eckzähne des Walrosses in beinahe beängstigender Weise stets zum Erdmittelpunkt, wo hingegen das Horn des Nashorns stets nach oben ragt und niemals ein Tier dieser Gattung entdeckt werden konnte, bei dem dies umgekehrt gewesen wäre.
Ein eindrucksvolles Bild der Auswirkung von Schwer- und Fliehkräften unseres Planeten bietet auch der direkte Vergleich von Pinguinen und Straussen, zweier eng miteinander verwandter, zur Gattung der flugunfähigen Vögel zählenden Tierarten (daraus läßt sich unschwer eine ursprünglich gemeinsame Abstammung ableiten). Während sich Sträusse im äquatorialen Bereich zur größten noch lebenden Vogelart des Planeten (2,75 m) entwickelt haben, konnten die mächtigsten Exemplare der Pinguine - die wir korrekterweise "Strausse des Nordens" nennen wollen - gerade eine Körperhöhe von 0,8 m erreichen. Erwähnt sei in diesem Zusammenhang auch, daß es dem im Äquatorbereich lebenden Strauss aufgrund der dort herrschenden bereits oftmals erwähnten, durch die Fliehkraft verminderten, geringeren Gravitation möglich ist, schneller als ein Rennpferd zu laufen.
Womit wir unwiderlegbar nachweisen, daß afrikanische Vögel sogar schneller laufen als andere Vogelgattungen in arktischen und antarktischen Breiten fliegen können. Der Pinguin kann im Lauf - auch steil bergab von Eisbergen oder Meeresklippen - selbstverständlich niemals so hohe Geschwindigkeiten erreichen wie sein nördlicher Verwandter. Leider hindert ihn die Schwerkraft zudem am Fliegen über der Wasserlinie, sodaß er lediglich unter Wasser zu flugakrobatischen Manövern neigt. Nur kurz sei in diesem Zusammenhang in Erinnerung gerufen, daß die nach unten hin spitz zulaufenden Flügel des Pinguins eng an dessen Körper anliegen und mit den Flügelspitzen stets streng auf den Erdmittelpunkt hin ausgerichtet sind.
Um den geneigten Leser nicht übermäßig zu langweilen: Aufgrund obiger Ausführungen sehen wir es als Tatsache und ziehen somit den einzig gültigen Schluß, daß die in Afrika beheimateten kleinwüchsigen Pygmäenstämme ursprünglich in den nördlichsten Polargebieten der Erde beheimatet waren, jedoch bereits von Jahrtausenden in äquatorialer gelegene Gebiete der Erde umsiedelten, um den gewaltigen Schwerkräften in ihrer ursprünglichen Heimat zu entgehen (beachten Sie dazu die wichtige Anmerkung am Ende des Textes).
Anmerkung: Manche Scharlatane, die die moderne Wissenschaft leider als dilettantische Hobbyforscher einstufen muß, vertreten den unhaltbaren Standpunkt, zwischen den einzelnen Kontinenten hätte in grauer Vorzeit eine Landbrücke bestanden. Wir vertreten die Meinung, daß die Umsiedlung von Volksgruppen zwischen mehreren Kontinenten ausschließlich schwimmenderweise stattgefunden haben muß, wobei wir davon ausgehen, daß es sich in den polaren Regionen aufgrund der dort herrschenden Schwerkraftverhältnisse zunächst eher um tauchähnliche Bewegungen gehandelt haben wird. Eine enzyklopädische Abhandlung zu diesem Themenkreis befindet sich in Vorbereitung.
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© The Line, 1998
