Notenschrift, Teil 3
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Nachdem uns bereits während der Entwicklungsarbeiten zur Notenschrift zigtausende Anfragen zur praktischen Anwendung derselben erreicht haben, gehen wir nachstehend mutig dorthin, wo wir noch nie zuvor gewesen sind: ins Detail!
Der besondere Vorteil der Notenschrift besteht eindeutig darin, dass sich der vortragende Künstler an keine definitiv festgelegte Tonart oder bestimmte Tonhöhe halten muss, sondern seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Natürlich kann aus diesem Grund auch jedes in dieser Notenschrift abgefasste Stück von jedem beliebigen Instrument vorgetragen werden. Die einzige Vorgabe besteht aus der relativen Tonhöhe zueinander. Folgendes Beispiel soll dies veranschaulichen (zum besseren Verständnis werden die einzelnen Noten der C-Dur-Tonleiter als Vergleichsmöglichkeit zitiert):
c - d - e - f - g - a - h
| Ceeeeheeee | |||||
| Beeee | Deeee | ||||
| Eeeehaaaa | |||||
| Aaaaa | |||||
| Ton | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
Beginnt nun der Interpret (Sänger oder Musikant) den Vortrag mit dem Ton "Aaaaa" zum Beispiel in einer Tonhöhe, die etwa dem "d" der C-Dur-Tonleiter entspricht, muss er den Ton "Beeee" in einer darüberliegenden Tonhöhe vortragen, etwa dem "g". Natürlich kann er auch jeden anderen Ton anschlagen, solange dieser höher als das "Aaaaa" liegt. Das "Ceeeeheeee" (sprich nicht: Zehe!) muss nun wiederum etwas über dem zuvor ertönten "Beeee" liegen. Das nun folgende "Deeee" hingegen in derselben Höhe wiederzugeben, in der das "Beeee" vorgetragen wurde. Der abschließende Ton "Eeeehaaaa" sollte zwischen der Tonhöhe des "Aaaaas" und "Beeees" plaziert werden.
Aus diesem Beispiel leiten sich z.B. folgende Kombinationsmöglichkeiten (immer in der Reihenfolge Ton 1, 2, 3, 4 und 5) auf der C-Dur-Tonleiter ab: d, g, a, g, e oder c, f, h, f, e oder c, g, a, g, f oder c, g, h, g, f oder f, a, h, a, g. Diese Reihe lässt sich beliebig fortsetzen und eröffnet jedem Künstler bisher ungeahnte Möglichkeiten der Interpretation. Zur Erleichterung kann sich etwa ein etwas ungeübter Pianist (wie es z.B. Vladimir Horrorwitz Zeit seines Lebens gewesen ist) die Tasten seines Klaviers durchnumerieren und sich die entsprechende Zahl vor der entsprechenden Zeile der Notenschrift notieren. Dazu abschließendes Beispiel:
| Taste 45 | Ceeeheee | ||||
| Taste 36 | Beeee | Deee | |||
| Taste 28 | Eeehaaa | ||||
| Taste 23 | Aaaaa | ||||
| Taste 10 | |||||
| Ton | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
Wie wir es bei der Veröffentlichung unserer Entwicklungen und Forschungsstudien bereits zur Tradition gemacht haben, ist es dem interessierten Leser selbstverständlich auch im Falle dieser genialen Partiturpassagen nicht gestattet, diese ohne unsere vorhergehende schriftliche Erlaubnis zum Zwecke der persönlichen Bereicherung, bei privaten oder karitativen Anlässen konzertant aufzuführen.
© The Line, 1998
