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Entwicklung

Umstrukturierung der EU-Lufstreitkräfte: Kampfspechte

Unser kleines Österreich wird auf absehbare Zeit weiterhin neutral bleiben und keinem Militärbündnis beitreten (die anderen werden uns ja im Ernstfall sowieso helfen). Damit stellt sich für das beschränkte Militärbudget jedoch die schwierige Aufgabe, die derzeit als Abfangjäger verwendeten, fliegenden Schrottkisten namens Saab Draken (ein Flugzeug aus den frühen 60'ern) zu ersetzen, die einen möglichen Gegner vor der Verletzung des österreichischen Luftraumes abschrecken sollen. Abschrecken tun sie jedoch bestenfalls die Piloten, welche die Draken fliegen sollen.

Natürlich hat man sich auch an uns als namhafte Experten für die Suche nach innovativen und revolutionären Entwicklungen gewandt. Und wie nicht anders zu erwarten entdeckten wir schon nach kurzer Zeit die kostengünstigste und erfolgversprechendste Alternative:

KAMPFSPECHTE

Wie sich nach erschöpfenden (mehr für die Spechte als für uns) Versuchen zeigt, bietet der Einsatz von Kampfspechten enorme Vorteile gegenüber der herkömmlichen Luftwaffe: durch ihre sehr geringe Flughöhe und aufgrund ihrer Kleinwüchsigkeit sind Spechte vom feindlichen Radar praktisch nicht zu erfassen. Jeder einzelne Specht kann mit einer Zielgenauigkeit von über 95 % direkt auf den gegenerischen Soldaten angesetzt werden. Da der Specht in der Lage ist, geräuschlos zu fliegen, entdeckt der Gegner den Kampfspecht erst, wenn ihn dieser bereits unmittelbar attackiert. Daher auch die Bezeichnung "Stealth-Specht".

Ebenso ist die Verteidigung gegen einen Kampfspecht mit groüen Schwierigkeiten verbunden. Durch seine Wendigkeit und seinen Kleinwuchs bietet der Angreifer kein Ziel für herkömmliche Waffensysteme, auch infrarot- und radargesteuerte Abwehrraketen versagen völlig. Der lange, meiüelförmige Spechtschnabel durchdringt jeden Stahlhelm und jede kugelsichere Weste.

In der besonders schweren Ausführung durchdringt der Kampfspecht sogar gepanzerte Fahrzeuge (erwähnt werden muü auch die psychologisch verheerende Wirkung, die durch die dröhnenden Schnabelhiebe im Inneren des Panzerfahrzeuges auf die Insassen ausgeübt wird).

Die Wartung der Kampfpspechte ist weder kostspielig noch aufwendig, da diese selbstreinigend und zur eigenständigen Verpflegungssuche befähigt sind.

Truppenteile im Detail
Schwarzspecht Der klassische "Stealth"-Specht. Durch sein schwarzes Federkleid im Nachtflug für den Gegner vollkommen unsichtbar. Dieser entdeckt den Kampfspecht erst, wenn bereits am Mann zu hämmern begonnen wurde.
Grauspecht Aufgrund seines unscheinbar grauen Gefieders eignet sich dieser Specht vorzüglich für Einsätze über groüen, offenen Wasserflächen, wobei mehrere Grauspecht-Geschwader auf sog. "Kampfspechtträgern" stationiert werden können.
Grünspecht Das eigentliche Rückgrat und Kernstück aller Truppenteile. Durch seine feldgrünen Uniformfedern perfekt getarnt, gewährleistet dieser Specht besonders effiziente Einsätze im offenen Gelände sowie in waldreichen Gegenden.
Buntspecht Die Buntspechte bilden die Elitetruppe und den Kommandostab der Kampfspechte. So werden unter anderem die Mitglieder der berühmten Kunstflugstaffel "Red Baretts" stets aus höchstdekorierten Buntkampfspechten rekrutiert.

© The Line, 1999